Bologna-Prozess

Im Rahmen des europaweiten Bologna-Prozesses stellen auch die deutschen Hochschulen die meisten ihrer Studiengänge nach und nach auf die Erfordernisse eines - so das erklärte Ziel - gemeinsamen, wettbewerbsfähigen europäischen Hochschulraums um.

Zu den Punkten, auf die sich Mitte 1999 die Kultusminister von 29 europäischen Staaten im italienischen Konferenzort Bologna geeinigt hatten, gehören neben der Schaffung eines gestuften ("konsekutiven") Systems von Studienabschlüssen (z.B. Bachelor, Master, ggf. Promotion) auch die Einführung eines mittels Modulen strukturierten Studiums und eines Leistungspunktesystems nach dem Modell des schon seit Jahren im europäischen Studierendenaustausch erprobten European Credit Transfer System (ECTS).

Auf einem Folgetreffen in Berlin bekundeten 40 europäische Bildungsminister im September 2003 ihren Willen, bis 2010 eine weitgehende Vergleichbarkeit und Transparenz der Bildungssysteme und damit eine möglichst problemlose Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern im europäischen Bildungsraum zu erreichen.