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Spitzensport und Studium - geht denn das?

Liebe Sportlerinnen und Sportler,

vor dieser Frage stehen sicherlich auch in diesem Jahr wieder einige von Euch. Einerseits habt Ihr schon viel in den Sport investiert und Eure Ergebnisse zeigen, dass es gar nicht mehr utopisch ist, ganz oben anzukommen, deswegen wollt Ihr intensiv trainieren, andererseits wisst Ihr auch, dass Ihr Euch mit Eurer Ausbildung/Studium nicht ewig Zeit lassen solltet.

Ein Dilemma? Nicht unbedingt!

Der HOCHSCHULFÜHRER SPITZENSPORT ist ein Gemeinschaftsprodukt vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB),  Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband (adh) und den Laufbahnberatern der Olympiastützpunkte (OSP).

Hier findet Ihr auf kurzem Wege wichtige Informationen zu den Fragen

  • Welche sind die kooperierenden Hochschulen?
  • Wer ist mein Ansprechpartner im Olympiastützpunkt und Hochschule?
  • Welche Sportarten gibt es am jeweiligen Standort?

Es gibt nämlich inzwischen eine Vielzahl von Partnerhochschulen in Deutschland, die sich in vertraglicher Form verpflichtet haben, Bundeskaderathleten so gut wie möglich beim Erreichen Ihres Studienzieles zu helfen. Das heißt nicht, dass Ihr etwas geschenkt bekommt - kein "Studium light". Man versucht hierbei durch größtmögliche Flexibilität sportbedingte Nachteile auszugleichen. Kernpunkte der Verträge sind hierbei:

  • Gestellung eines Mentors, möglichst auf professoraler Ebene, der mit Euch eine exakte Studien- und Semesterplanung vornimmt und gegenüber anderen Professoren Eure Anliegen vertritt;
  • Individuell abgestimmte Prüfungs- und Abgabetermine;
  • Entbindung von Pflichtanwesenheiten;
  • Gewährung zusätzlicher, sportbezogener Urlaubsemester;
  • Zeitliche Flexibilisierung von Praktika.

Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Hochschulen - und hier noch einmal jede einzelne Fakultät - bei der Gewährung dieser Erleichterungen recht unterschiedlich verfahren. Einen guten Überblick können Euch hier die Laufbahnberater geben, die Euch darüber hinaus auch sagen können, inwieweit ein bestimmter Studiengang bezogen auf die jeweiligen Sportart gut oder weniger gut kombinierbar ist.

Auch für weitere Fragen in Verbindung mit dem Studium sind die Laufbahnberater kompetente Ansprechpartner. Sei es bei der Studienwahl selbst, der Frage ob Universität oder Fachhochschule, Diplom oder Bachelor usw.

Oft steht auch die hohe Hürde der Zulassung zum Studium im Wege. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen sondern Infos einholen zu den verschiedenen Sonderanträgen wie

  • bevorzugte Berücksichtigung des ersten Studienortswunsches;
  • Wartezeit ...und vor allem
  • Verbesserung der Abiturnote wegen Leistungssport.

Die einzuhaltenden Bewerbungsfristen für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule (University of Applied Sciences) sind den Laufbahnberatern vor Ort bekannt, ebenso die regional existierenden Regelungen für Eignungsfeststellungsprüfungen (beispielsweise für Sport).

Schon weit vor Studienbeginn gibt es also viel zu klären. Hierbei hilft Euch der Terminplaner und vor allen Dingen Euer Laufbahnberater am Olympiastützpunkt.

Also: Nutzt die Möglichkeiten einer frühzeitigen Beratung, damit auch Ihr sagen könnt:

Spitzensport und Studium - ja, das geht!